Liturgie all over - Vier Leben Hermann Grollmann M.A.

Hermann Grollmann M.A.
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Diözese Würzburg 1990-1999 ungezählte sorgfältig gestaltete Gottesdienste (auch mit eigenen Kompositionen)
  • Konferenzen der Dekane und ihrer Stellvertreter mit dem Diözesanbischof und den Mitgliedern des Allgemeinen Geistlichen Rates, Frühjahrs- und Herbstkonferenz der Dekane und ihrer Stellvertreter mit der Diözesanleitung (Messe und Stundengebet)
  • Dekanekonferenz Batschuns (1990, 1995)
  • Bischöfliches Ordinariat Würzburg (Gemeinschaftsmesse, Weihnachtsfeier)
  • Pastoraltagungen im St. Burkardushaus und in der Sepultur Würzburg
  • Priestertage in Heidenfeld und Priestertreffen ("400. Jahrestag Geburt und Taufe Liborius Wagner")
  • Dom zu Würzburg (Chrisammesse, Osternacht, Trauermetten, Weihegottesdienste)
  • Priesterseminar Würzburg (Priesterweihe, Diakonenweihe, Schola, Werkwoche, Gottesdienste, Ausbildung, Michaelskirche)
  • Diakonatsbewerber und Diakonenausbildung (Kirchenmusik)
  • Ausbildung und Beauftragung zum Lektoren- und Akolythendienst (Kirchenmusik)
  • Akademietagungen der Domschule Würzburg
  • Fortbildungstagungen aller Art mit Stundengebet und Gottesdiensten
  • Kirchenmusikseminar Würzburg (Arbeitswoche, Liturgik, Deutscher Liturgiegesang)
  • Seelsorgereferat Medienpaket "Offene Türen" mit Stichwortverzeichnis zum Erschließen von Gesängen (1999)
  • 26. Deutscher Fatima-Kongress in Würzburg (1999)
  • Marktheidenfeld St. Josef und St. Laurentius (ganze Kirchenjahr)
  • Liedblätter und Programme für gottesdienstliche Feiern: Stundengebete (Laudes, Terz, Mittagshore, None, Vesper, Komplet, Matutin, Jugendvesper), Meditationen, Adventsgottesdienste, Christmette, Weihnachts- und Jahresschlussgottesdienste, Christmette, Lucernarium, Aschermittwoch, Fastengottesdienste, Karfreitag- und Ostergottesdienste, feierliche Osternacht, Mai- und Rosenkranzandachten, Marienfeste, Pfingst- und Fronleichnamgottesdienste, Jakobusfest, Pfarrfest, Erntedank, Allerseelen, Ökumenischer Gottesdienste, Buß-, Kinder-, Jugend-, Familien-, Semester- und Studentengottesdienste, Volkstrauertag, Cäcilien- und Patroziniengottesdienste, Geistliche Konzerte, Abendmusik, Offenes Singen, Gemeinde musiziert, Exerzitien, Einkehrtage, Werkwochen, Orgelmesse, Hochzeit-, Trauer- und Jubiläumsgottesdienste, Weihegottesdienste, Primiz, Weltgebetstag. Die Liste läßt sich beliebig fortsetzen... Orgelmusik bei Kerzenschein (1989), vorweihnachtliche Feier im Bischöflichen Ordinariat (1990) oder Nachtgebet am Lagerfeuer (1996).
  • Sonderanlässe (z.B. KEG, DKM, Requiem Bezirkstagspräsident Raymund Schmitt und Albrecht Graf von Ingelheim, Verabschiedung Regens Dr. Karl Hillenbrand Priesterseminar), Jahrestreffen Dekanatspräsides für Liturgie und Kirchenmusik, Diözesankommission für Kirchenmusik, Kiliani ("Tag der Kirchenchöre", "Tag der Bläsermusik" u.a.), Tag der Haupt- und Ehrenamtlichen in der Gemeindekatechese, Gottesdienste für diverse Konferenzen und Arbeitsgemeinschaften "Konferenz der Generalvikare", "Jahrestreffen der Kunstreferenten und Leiter kirchlicher Museen", "Jahrestreffen Dekanatspräsides für Liturgie und Kirchenmusik", "40 Jahre KBA", Konferenz der Regional- und Dekanatskirchenmusiker, Konferenz der Leiter Kirchenmusikalischer Ausbildungsstätten Deutschlands...
Liturgie all over...
  • "Die heiligen Öle für Taufe und Krankensalbung hat gestern abend im Würzburger Kiliansdom Bischof Dr. Paul-Werner Scheele geweiht. Als Vertreter der Priesterschaft der Diözese haben Generalvikar Prälat Heribert Brander und elf Dekane konzelebriert; gesungen hat eine Schola unter der Leitung von Diözesanmusikdirektor Hermann Grollmann" (Volkszeitung / Franken und Bayern 31.3.1994). In Zusammenarbeit mit Bischofssekretär Matthias Türk führte dies 1995 zur musikalischen Neukonzeption des Chrisamgottesdienstes und Entstehung des Liedes "Auf Christus getauft, zu Christen gesalbt" (Hermann Grollmann TR 472).
  • Im Jahre 1985 hatte ich in Dorsten eine eigene Schola Gregoriana Semiologia, die an acht Terminen im Jahr den Gottesdienst gestaltete.
  • Die Erwachsenenchöre in Dorsten und Marktheidenfeld gestalteten bis zu 23 Termine (1985), nicht nur an Hochfesten, sondern über die Jahre an nahezu allen obengenannten Gelegenheiten.

Rutter, Webber, Jazz...
Sichtbare Freude, Bewegung, Klatschen, Tanzen mit rhythmischer, swingender und jazziger Musik im Gottesdienst wurden in den 1960er Jahren noch oft verteufelt. Auch Negro Spirituals, Rutter und Webber wurden als Kitsch angesehen. Rutter singen heute die Regensburger Domspatzen und Kathedralchöre auf der ganzen Welt. Die Arbeit mit Kindern (außer Knabenchor) wurde damals für einen qualifizierten Kirchenmusiker oder ausgebildeten Kantor häufig als primitiv, unkünstlerisch, lästig oder unwürdig erachtet. Die seinerzeit kritisierte Musik, um die einst bitter gekämpft wurde, gehört heute zum Allgemeingut der christlichen Kirchen und steht längst in den Gesangbüchern. Für manche zählte auch der "Deutsche Liturgiegesang" mit seinen Rufen, Kehrversen und Psalmgesängen in deutscher Sprache dazu. Dieser ist mittlerweile fester Bestandteil der Ausbildung aller kirchenmusikalisch Aktiven und des Repertoires auch qualifizierter Chöre. Herkunft und Prägung bewirkten, dass ich auch als Diözesanmusikdirektor aus freien Stücken und innerer Überzeugung mich dieser Musik in Theorie und Praxis widmete, einen Kinderchor in Karbach gründete und das Singen mit Kindern und mit Neuen Liedern und Gesängen auf allen Ebenen aktiv beförderte.

Von der Pike auf...
All das habe ich in der Kinderstube mitbekommen und in der noch jungen und ebenfalls im Jahre 1958 "geborenen" Diözese Essen kennengelernt. Das "Halleluja"-Buch mit Negro Spirituals und Neuen Geistlichen Liedern gehörte zum "Kirchenmusikereinmaleins" wie Gotteslob und Choralbuch. Mozart stand neben Janssens, Pauke neben Schlagzeug und Jazz neben Klassik, Romantik oder Moderne. Gregorianik, Bach, Haydn, Psalmen, Stundengebet und Überchöre - die Vielfalt der Formen und Farben - alles war möglich, wurde ausprobiert und eingebracht und alles kann würdig und begeisternd zur Ehre Gottes und ganz im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils (1963-1965) erklingen. Mit 15 Jahren dann der erste Kirchenchor in St. Marien Essen und Orgelspiel in St. Gertraud in Essen. Mit 17 Jahren Kinder- und Jugendchor in Bocholt mit eben dieser Vielfalt und Liedern verschiedener Genres.
Vertonung von Weihesprüchen und Bibeltexten seit 1994
CD "Seid stets bereit, Rede und Antwort zu stehen" (1995)

  • "Sein großes musikalisches Talent stellte er dabei von Anfang an immer voll in den Dienst der Gemeinde. Sofort widmete er sich mit ganzem Einsatz und Erfolg dem Wiederaufbau eines Kirchenchores. [] Besondere Erwähnung verdienen die kirchenmusikalischen Konzerte, bei denen Herr Grollmann die ganze Breite der klassischen und neuen Orgelmusik vorstellte - und auch Gastmusiker, Chöre und Solisten zur Mitwirkung in der Gemeinde gewann" (Köln 30.6.1983).
  • "Sein ganzes musikalisches Talent stellte er von Anfang an in den Dienst der Gemeinde. Er verstand es ausgezeichnet, das Repertoire des Gotteslobes immer wieder abwechslungsreich in unseren Gottesdiensten einzusetzen. Immer wieder überzeugte er durch sein brillantes liturgisches Orgelspiel. [] Den Pfarrangehörigen wurde während der Tätigkeit von Hermann Grollmann in Dorsten Orgelmusik auf höchstem künstlerischen Niveau geboten. [] Als Leiter des Kirchenchores hat er es verstanden, den Chor in musikalische Höhen zu führen. Er bereitete sich intensiv auf die einzelnen Chorproben vor, die er mit großer Präzision und geduldiger Strenge durchführte. Seine künstlerische Ausstrahlung und innovative gestalterische Arbeit hat die Chorgemeinschaft stark beeinflußt. [] Höhepunkte seiner Chorarbeit waren an den Hochfesten des Kirchenjahres die Orchestermessen, sowie die großen Chor- und Orchesterkonzerte in der Adventszeit" (Dorsten 27.7.1990).


h e r m a n n g r o l l m a n n
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